Richtlinien

Wie jeder gute Bücherblog rezensiere ich nach ganz bestimmten Richtlinien, an die ich mich immer zu halten versuche. Meine Rezensionen werden immer gerecht und sachlich sein, denn ich halte nichts davon einen Roman, oder gar einen Autoren, zu beleidigen oder mich über ihn oder sie lustig zu machen, wenn mir ein Roman nicht gefallen hat. Trotzdem werde ich in jedem Fall ehrlich sein und auch davon schreiben, wenn ein Roman mir nicht gefallen hat. Ich bin niemand, der die Enttäuschung über einen Roman versteckt halten kann, trotzdem wird auch das hier auf "Teesalon" natürlich immer fair geschehen. Ein Augenzwinkern und etwas Humor gehört für mich allerdings immer mit dazu. 

Meine Rezensionen spiegeln natürlich meine subjektive Meinung zu einem Roman wider und sind daher nicht als professionelle Kritik zu verstehen, sondern als Meinung einer Leserin, die Bücher liebt und diese Liebe gern mit anderen Lesern teilen möchte. Ich bin der festen Überzeugung, dass auch eine negative Kritik meinerseits das Interesse anderer Leser an dem Roman wecken kann und mein Ziel ist es nicht, Leser davon abzubringen einen bestimmten Roman zu lesen, sondern mein persönliches Leseerlebnis zu schildern und, ob der Eindruck nun positiv oder negativ ist, Interesse an dem Roman zu wecken. Ich schreibe unter anderem auch Rezensionen zu Romanen, die ich nicht zu Ende gelesen habe. Das wird jedoch in den entsprechenden Rezensionen immer gekennzeichnet sein und ich werde immer sachlich begründen, weshalb ich den Roman nicht beendet habe und selbstverständlich nur auf die Inhalte eingehen, die ich gelesen habe. 

WERTUNG

Ich verwende eine Skala, die aus fünf bunten Teetassen besteht. Fünf Tassen bekommen von mir nahezu perfekte Lieblingsbücher, eine Tasse bekommen Bücher, die mir nicht gefallen haben. Alles dazwischen sind Bücher, die ich mehr oder weniger gern gelesen habe. Dabei sollen drei Tassen nicht als schlechte Wertung verstanden werden. Drei Tassen bekommen von mir unterhaltsame Romane, die ich gern gelesen habe, denen aber einfach das gewisse Etwas noch fehlt. Halbe Punkte vergebe ich nicht, weil mir das zu unübersichtlich wird, auch, wenn es hilfreich ist, differenzierte Wertungen abzugeben. Stattdessen werde ich umfangreiche detaillierte Besprechungen der Romane schreiben, in denen ich die meiner Meinung nach guten und schlechten Seiten des Romans beleuchte. Obwohl natürlich meine Meinung am Ende zum Ausdruck kommen wird, hoffe ich, dass ich so differenzierte und spannende Besprechungen der Romane schreiben kann, die auch als Vorstellung des Romans verstanden werden können, nicht nur als Kritik oder Wertung. Auf drei Punkte achte ich bei meinen Rezensionen besonders:

HISTORISCHE AUTHENTIZITÄT: Das soll nicht heißen, dass ein Roman, in dem viel "falsch" geschildert wird, bei mir gleich schlecht wegkommt. Viel eher verstehe ich unter diesem Punkt, dass das Gesamtbild meiner Meinung nach stimmt oder nicht. Es ist sehr schwer einzuschätzen, wie viel ein Autor für einen vorliegenden Roman recherchiert hat oder wie viel er tatsächlich über die Epoche weiß, weshalb ich eher danach gehen werde, wie viel von der Epoche am Ende auch wirklich im Roman steckt und ob die allgemeine Atmosphäre der Geschichte stimmig ist. Niemand kann alles richtig machen und, obwohl ich auf große historische Fehler durchaus eingehen werde, bin ich niemand, dem ein historischer Roman wegen kleiner Unstimmigkeiten gleich weniger gefällt. 

HANDLUNG UND UMSETZUNG: Wie eigentlich jeder Buchblog achte ich natürlich auch darauf, ob mir Handlung und Umsetzung zusagen, ob für mich persönlich Schreibstil, Tempo und Verlauf der Geschichte stimmen und ob mich der Roman begeistern kann, oder nicht. Ich werde mein Bestes geben, bei diesem Punkt darauf zu achten, dass immer klar ersichtlich ist, dass es sich um meine persönliche Meinung handelt und, dass diese natürlich nicht allgemeingültig ist. Gleichzeitig finde ich diesen Punkt trotzdem wichtig, obwohl ich ihn beinahe weglassen wollte. Aber Leser, die ähnliche Dinge gern lesen wie ich, können an meinen Schilderungen vielleicht festmachen, ob der Roman ihnen gefallen könnte. Leser, die ganz andere Dinge mögen als ich, können gleichzeitig vielleicht aufgrund einer negativen Kritik ein neues Lieblingsbuch entdecken. 

HEIKLE THEMEN UND DISKRIMINIERUNG: Was mir immer schwer im Magen liegt, sind rassistische oder homophobe Inhalte in Romanen. Besonders bei historischen Romanen kommen diese Themen aber natürlich des Öfteren vor. Ich finde allerdings, dass es meist auf die Umsetzung ankommt, ob der Umgang mit so einem Thema gelungen oder nicht gelungen ist. Sollte ich allerdings homophobe, rassistische oder ähnliche Aussagen in einem Roman vorfinden, werde ich dies in der Rezension auf jeden Fall erwähnen, denn sowas toleriere ich auf Teesalon absolut nicht. Bei heiklen Themen werde ich immer versuchen sachlich und gerecht einzuschätzen, ob der Umgang mit dem Thema gelungen ist oder nicht. Hier kommt es mir vor allem darauf an, ob ersichtlich ist, ob die vertretenen Meinungen die des Autors sind oder nur die einer Figur im Roman und, wie im Verlauf der Geschichte mit dem Thema umgegangen wird. Da wir in einer Gesellschaft leben, in der leider immer noch viel diskriminiert wird, sind solche Themen natürlich auch in Romanen aktuell und ich finde es wichtig sachlich darüber zu sprechen. Feindselige und diskriminierende Botschaften in Romanen sind hier aber nicht willkommen und ich werde sie immer anprangern.  

DISKUSSIONEN

Ich erhalte wirklich sehr gern Kommentare zu meinen Rezensionen und bin für Gespräche und Diskussionen über einzelne Punkte oder den Roman im Allgemeinen immer aufgeschlossen. Allerdings wünsche ich mir natürlich, dass dies ohne Streit und Beleidigungen passiert. Ich spreche gern über Bücher und die Meinungen anderer Leser interessieren mich sehr. Sollte ich allerdings einen Kommentar erhalten, der beleidigend aufgefasst werden kann, werde ich es mir freihalten, ob ich ihn freischalte oder nicht. Ich möchte, dass der "Teesalon" ein friedlicher Raum bleibt, in dem Buchliebhaber sich austauschen und neue Lieblingsbücher finden können. Ich verstehe, dass es nicht schön ist, eine Rezension zu lesen, die das eigene Lieblingsbuch vielleicht nicht ganz so gut wegkommen lässt und ich spreche sehr gern mit euch über Bücher und verschiedene Meinungen zu ihnen, aber ich finde, dies sollte immer mit gegenseitigem Respekt passieren. Deshalb werde ich es mir vorbehalten, Komentare, die mich, andere Kommentatoren oder die Autoren der Romane beleidigen, nicht freizuschalten. 

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